Funktionelle Medizin Hildesheim
HIN ZU NEUER KRAFT
bei chronischen Erkrankungen, Darmbeschwerden, Müdigkeit, Burnout und allem,
wo nicht das Symptom, sondern die Ursache behandelt werden sollte.
Der Weg
Der Ablauf
Vier Phasen – vom ersten Kontakt bis zur nachhaltigen, individuell angepassten Begleitung.
00
Vorab
- Timeline ausfüllen
Bei chronischen Beschwerden - Blutgruppe nachsehen
Wenn bekannt - Versichertenkarte einpacken
- Labor des letzten Jahres zusammensuchen
- Genug Zeit einplanen
Insgesamt bis zu 2,5 Stunden - 20 Minuten vor dem Termin da sein
01
Erster Termin
- Ausführliche Anamnese
Vorgeschichte, aktuelle Symptome, Krankheitsverlauf und Sichtung bisheriger Facharztbefunde - Patientenauftrag besprechen
Gemeinsam klären wir Ihre Ausgangslage und Prioritäten. - Zielsetzung formulieren
Für eine spürbar bessere Gesundheit - Erste Laboruntersuchungen
Die passende Diagnostik wird in die Wege geleitet.
02
Zweiter Termin
- Besprechung der Laborergebnisse
Verständlich eingeordnet und im Zusammenhang betrachtet - Zielgerichtetes Behandlungskonzept
Auf Basis der Laborwerte und der Erkenntnisse aus dem ersten Termin
03
Ab dem dritten Termin
- Weitere Laboruntersuchungen
Angepasst an Ihre Bedürfnisse - Kontrolllabor
- Ernährungsberatung
- Genetische Beratung
- Therapie- und Symptomverlauf
Gemeinsam besprechen und einordnen - Weitere Maßnahmen
Bedarfsorientiert planen und abstimmen
Ursachen statt Symptome
Praxis für
funktionelle Medizin
Funktionelle Medizin versteht Gesundheit als lebendiges Gleichgewicht und sucht nach den Ursachen hinter deinen Beschwerden – statt nur Symptome zu behandeln. Im Mittelpunkt stehen eine ausführliche Anamnese deines Alltags, deiner Belastungen sowie deines Stress- und Schlafverhaltens, kombiniert mit moderner Labor- und Funktionsdiagnostik, in der neben klassischen Parametern auch Stressachsen, Herz-Kreislauf-Risiken, Stoffwechsel- und Entzündungsmarker, Mikronährstoffe, Darmgesundheit und weitere Funktionsfaktoren betrachtet werden. Auf dieser Grundlage entsteht ein individueller, im Alltag realistisch umsetzbarer Behandlungsplan mit maßgeschneiderten Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressregulation und gegebenenfalls Nährstoff- oder Infusionstherapie – mit dem Ziel, deine Gesundheit und Resilienz ganzheitlich und langfristig zu schützen.

Zusammenhänge verstehen.
Ursachen erkennen.
Gesundheit stärken.
Themen und Expertise
Leistungsspektrum
Der Darm und das Mikrobiom
Kommt Ihnen das auch bekannt vor?
Völlegefühl, Sodbrennen, Stuhlunregelmäßigkeiten (Verstopfung oder Durchfall), Blähungen, Magenkrämpfe, Übelkeit nach der Nahrungsaufnahme, Spannungsgefühl im Leib, Gefühl der inkompletten Stuhlentleerung, frühes Sättigungsgefühl, Schmerzen im Ober- und Unterbauch und die Angst vor der nächsten Nahrungsaufnahme, unklarer Hautausschlag, Neurodermitis oder Allergien? Teilweise hängen diese Symptome mit der Entwicklung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten zusammen; aber auch Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen bis hin zu Depressionen werden häufig beobachtet.
Viele Patienten in unserer Praxis klagen über o. g. Symptome, haben schon die ein oder andere Magen- oder Darmspiegelung ohne Befund hinter sich und sind verzweifelt. Die Ärzte sagen „Da ist nichts“, aber ich bilde mir das doch nicht ein, oder ist es etwa doch meine Psyche?, hören wir dann häufig. Was ist genau damit gemeint, wenn wir alte Sprichwörter wie „Das ist mir auf den Magen geschlagen“ oder „Das muss ich erst einmal verdauen“ benutzen?
Wussten Sie schon?
- Bei dem Darm sprechen wir von einem Organ, welches ausgebreitet so groß ist wie ein Tennisfeld (300 m²).
- Nirgendwo ist der Kontakt zwischen Körper und Umwelt intensiver als im Darm.
- 80 % des Immunsystems sitzen direkt am Darm und werden durch die Darmflora geschützt und stimuliert.
- Die Darmflora umfasst mehr Bakterien als wir Körperzellen haben. Der Darm, vielfach wird auch vom „Darmhirn“ gesprochen, hat mehr Neuronen als das gesamte Rückenmark.
- Nicht zuletzt findet hier eine hochselektive Stoffaufnahme statt, um den Körper mit den notwendigen Nährstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Hormonvorstufen) zu versorgen.
Hippokrates schrieb: „Der Tod sitzt im Darm“.
Auch in der modernen Schulmedizin findet dieser Lehrsatz endlich Unterstützung. Man konnte zeigen, dass viele Krankheiten ihren Ausgang im Darm haben bzw. der Darm bei vielen Erkrankungen involviert ist.
Dabei müssen die Erkrankungen nicht einmal im Darm lokalisiert sein. Eine Tatsache, die eine Diagnose und Therapie häufig schwierig macht.
Damit das Ökosystem Darm seine Aufgaben erfüllen kann, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Eine gesunde Mikroflora, die das Innere des Darmes besiedelt
- Die Bildung einer gesunden Schleimschicht auf der Schleimhaut
- Die Bildung von IgA, einem Antikörper auf Schleimhäuten
- Eine intakte letzte Zellschicht (Epithelschicht) unter dem Schleim
Die Mikroflora
Ein Neugeborenes hat einen sterilen Darm. Erst bei bzw. nach der Geburt siedeln sich Bakterien im Darm an. Bei einer natürlichen Geburt spielt deshalb eine gesunde Vaginalflora der Mutter eine wichtige Rolle, denn die Bakterien aus dem Vaginaltrakt gelangen auch in den Verdauungstrakt des Kindes.
Es ist heute bewiesen, dass die Mikroflora wie ein genetischer Fingerabdruck einzigartig bei jedem Menschen ist. Das heißt, jeder Mensch hat eine eigene einzigartige Flora, die seinen Darm besiedelt. Die gesunden Bakterien schützen den Darm vor einer Überwucherung von pathogenen, also krankmachenden Bakterien, Pilzen oder Viren (Kolonisationswiderstand) und modulieren das Immunsystem. Die Flora eines gesunden Erwachsenen wiegt mehr als 1 kg. Es handelt sich um mehr als 300 Spezies. Insgesamt reden wir von ca. 100 Billionen Mikroorganismen, die im Darm leben. Durch ihre Fermentierungsprodukte liefern sie direkt ca. 10 % des menschlichen Energiebedarfes.
Im Dickdarm befindet sich die größte Anzahl der Bakterien. Hier leben zu 90 % aerobe Bakterien (Bakterien, die zum Überleben Sauerstoff benötigen). Die Flora der Darmwand setzt sich aus aeroben und anaeroben Keimen zusammen, wobei im aeroben Bereich E. coli dominieren. Sie werden mit Sauerstoff aus den Schleimhautzellen versorgt.
Das wichtige Darm-Gleichgewicht kann empfindlich gestört werden, z. B. durch Einnahme von Antibiotika (s. Bildbeispiel), Fehlernährung, andere Medikamente wie Cortison, Psychopharmaka etc., Schwermetalle (wie Blei, Cadmium, Quecksilber), Leber-, Gallenblasen- und Pankreaserkrankungen, Stress/Burn-out-Syndrom oder Infekte des Magen-Darm-Traktes (z. B. Salmonellen-Infektionen).
Eine aktuelle Studie aus Graz (Österreich) zeigt, dass allein dauerhafter übermäßiger Stress ausreicht, um die Darmflora massiv zu verändern.
Die Mucosa (der Schleimfilm) und IgA
Über den Schleimfilm wird das IgA in das Darmlumen abgegeben. Das IgA bindet im Darmlumen Antigene von Bakterien, Viren und Pilzen. Somit können diese Antigene ausgeschieden werden und gelangen nicht an die Schleimhaut. Durch Kommunikation der gesunden Darmflora mit den Lymphfollikeln (Abwehrzellen) hinter der Schleimhaut (Peyerschen Plaques) kommt es zur Bildung des IgA. Wichtig hierfür sind beispielsweise die E.-coli-Stämme. Der Schleim schützt des Weiteren die Schleimhaut unter dem Schleimfilm. Durch den Schleim wird der Nahrungsbrei richtig eingedickt und kann besser durch das Darmlumen bewegt werden.
Die Epithelschicht (Schutzschicht)
Hier findet der Nährstoffdurchtritt vom Darmlumen in den Blutkreislauf statt. Dabei ist es wichtig, dass die Integrität dieser Grenzschicht erhalten ist und bleibt.
Es kann zu Mikroentzündungen unter dieser Grenzschicht kommen (Mikrocolitis) und dadurch zum Übertritt von Stoffen, die das Darmlumen unter gesunden Bedingungen nicht verlassen würden.
Wir nennen das Leaky-Gut-Syndrom – das Syndrom der erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut.
Ein Einstrom von unerwünschten Stoffen belastet wiederum unsere Leber und unser Immunsystem.
Unter ungünstigen Bedingungen kann das auch leichte Erhöhungen der Leberwerte verursachen oder versteckt laufende leichte Entzündungen (silent Inflammation) fördern.
Beides bedeutet eine erhöhte Stressbelastung für den Körper.
Eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut bedingt häufig eine Malabsorption von o. g. wichtigen Mikronährstoffen. Das bedingt dann Vitamin-, Mineral- und Spurenelementmängel bis hin zu Hormonmängeln.
Als Folge haben wir Mangelerscheinungen, fühlen uns müde, unwohl und energielos.
Wichtig ist, dass der Transport von einigen Nährstoffen, wie beispielsweise den Aminosäuren (feinste Eiweißpartikel, aus denen z. B. Immunstoffe, Hormone und Zellgrundsubstanz gebildet werden), Energie verbrauchend ist. Das heißt, die Darmzellen sind auf eine intakte mitochondriale Funktion zur Gewinnung von Energie angewiesen (Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ der Zelle, in denen Energie gewonnen wird).
Man kann sich nun gut vorstellen, dass bei einem Ungleichgewicht in diesem System es zu ganz unterschiedlichen Erkrankungen kommen kann, die in ihrer Diagnostik und Therapie für Ärzte und Patienten oft schwer zu erkennen sind.
Über ein ausführliches Anamnesegespräch verbunden mit einer speziellen Stuhluntersuchung und ggf. auch einigen Bluttests können wir uns ein Bild über das System machen und eine dezidierte Therapie erstellen.
Ziel ist es, eine intakte Darmflora und eine intakte Darmwand wiederherzustellen.
Ein gesunder Darm ist die Voraussetzung für einen gesunden Körper und Geist!
Stressmedizin
Funktionelle Stressmedizin betrachtet Stress nicht nur als Gefühl von „zu viel“, sondern als tiefgreifenden biologischen Prozess, der das gesamte Körpersystem beeinflusst. Chronische Überlastung verändert Hormonachsen, Immunsystem, Nervensystem, Schlafstruktur, Darmgesundheit und auch den Stoffwechsel – oft lange bevor klassische Laborwerte auffällig werden.
In der Funktionellen Medizin geht es daher darum, diese stillen Veränderungen frühzeitig sichtbar zu machen und gezielt zu regulieren.
Am Anfang stehen eine ausführliche Anamnese und eine differenzierte Diagnostik der Stressachsen: Wir erfassen Belastungen aus Beruf, Familie und Biografie und kombinieren diese Informationen mit modernen Analysen, etwa von Stresshormonen, Entzündungsmarkern, Mikronährstoffen, Schlaf- und Regenerationsmustern. So erkennen wir, ob sich der Organismus in einer Übererregung, Erschöpfung oder einer Mischform befindet – und welche Organsysteme mitbetroffen sind. Darauf aufbauend entwickeln wir individuelle Strategien aus Lebensstil- und Schlafmedizin, Nährstofftherapie, Regulation des Nervensystems und, falls sinnvoll, begleitenden körper- und psychotherapeutischen Verfahren. Ziel ist es, den Körper aus dem Dauer-Alarmmodus in einen Zustand tragfähiger Resilienz zurückzuführen – damit Belastung wieder bewältigbar wird und Energie, Konzentration und Lebensfreude zurückkehren.
Hin zu neuer Kraft.
Frauengesundheit
Die funktionelle Frauengesundheit geht weit über die Betrachtung einzelner Hormonwerte hinaus. Weibliche Gesundheit ist ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Zyklusgeschehen, Schilddrüse, Nebennieren, Mikrobiom, Stoffwechsel und Psyche – eingebettet in unterschiedliche Lebensphasen von Pubertät über Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit bis hin zu Peri- und Postmenopause. Viele Beschwerden wie Zyklusstörungen, PMS, Migräne, Endometriose, Erschöpfung, Schlafstörungen oder Gewichtsschwankungen haben eine gemeinsame Basis in diesem Netzwerk.
In unserer Praxis nehmen wir uns Zeit, diese Zusammenhänge zu verstehen: Wir analysieren Zyklusverläufe, Hormonachsen, Darm- und Leberfunktion, (Mikro-)Nährstoffversorgung und Stressregulation und beziehen dabei auch Verhütungsformen, Umweltfaktoren und frühere Erkrankungen mit ein. Ziel ist es, nicht nur Symptome wie Schmerzen, Stimmungsschwankungen oder Blutungsstörungen zu behandeln, sondern die dahinterliegenden Mechanismen zu identifizieren – etwa stille Entzündungen, Insulinresistenz, Östrogendominanz oder Nebennierenerschöpfung. Auf dieser Basis entwickeln wir ein individuelles Konzept aus Ernährungs- und Lebensstilmedizin, Mikronährstoffen, Phytotherapie und – wenn sinnvoll – schulmedizinischen Optionen. So entsteht ein integrativer Ansatz, der Frauen dabei unterstützt, ihre hormonelle und körperliche Balance langfristig zu stabilisieren.
Männergesundheit
Männergesundheit ist mehr als Prostata und Herz-Kreislauf-Check. Viele Männer berichten von nachlassender Leistungsfähigkeit, Gewichtszunahme, abnehmender Muskelmasse, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsproblemen – und finden dafür häufig keine greifbare Erklärung. Aus funktionellmedizinischer Sicht sind dies oft Ausdruck eines gestörten Zusammenspiels von Testosteron, Schilddrüse, Insulin, Stresshormonen, Darmgesundheit und Entzündungsprozessen.
In unserer Praxis betrachten wir diese Aspekte als vernetztes System: Wir erfassen nicht nur Laborwerte, sondern auch Ernährungsgewohnheiten, Trainingsverhalten, Schlafqualität, berufliche Belastungen und bisherige Erkrankungen. Dazu kommen sinnvolle, moderne Marker zu Stoffwechsel- und Hormonstatus, Mikronährstoffen, Entzündungslage und kardiometabolischem Risiko. Auf dieser Grundlage entwickeln wir individuelle Strategien zur Optimierung von Energie, Muskelkraft, kognitiver Leistungsfähigkeit und Stressresistenz – durch gezielte Ernährung, moderaten, passenden Sport, Nährstofftherapie und bei Bedarf weitere integrative Bausteine. Ziel ist es, Männer frühzeitig vor chronischen Erkrankungen zu schützen und ihre Vitalität bis ins höhere Lebensalter hinein zu erhalten.
Autoimmun
Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn das Immunsystem Strukturen des eigenen Körpers angreift – etwa Gelenke, Schilddrüse, Darm, Haut oder Nervensystem. Aus funktionellmedizinischer Sicht ist dies selten „einfach Pech“, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren, Darmbarriere, Infektionen, Stress und Ernährungsgewohnheiten. Viele Betroffene erleben eine lange Vorgeschichte unspezifischer Beschwerden, bevor eine Diagnose gestellt wird.
Unser Ansatz setzt genau hier an: Wir fragen nach den möglichen Auslösern und Verstärkern des fehlgeleiteten Immunsystems. Dazu gehören unter anderem die Untersuchung von Darmmikrobiom und -barriere, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, stille Infektionen, Nährstoffdefizite, hormonelle Dysbalancen und die Rolle von Stress. Basis- und schulmedizinische Therapien werden dabei nicht ersetzt, sondern gezielt ergänzt. Ziel ist es, entzündliche Prozesse zu beruhigen, die Toleranz des Immunsystems zu stärken und Alltagsbelastbarkeit, Schmerzlevel und Lebensqualität zu verbessern. Die Patientinnen und Patienten erhalten einen klaren, alltagstauglichen Plan, der Ernährung, Lebensstil, Nährstoffe und Stressregulation verbindet und so einen nachhaltigen Umgang mit ihrer Autoimmunerkrankung ermöglicht.
Longevity
Longevity-Medizin beschäftigt sich mit der Frage, wie wir nicht nur länger, sondern vor allem gesünder leben können. Statt abzuwarten, bis Erkrankungen auftreten, analysieren wir frühzeitig die Prozesse, die zu vorzeitiger Alterung beitragen – etwa stille Entzündungen, oxidativen Stress, Stoffwechselstörungen, Hormonverschiebungen, Störungen der Mitochondrienfunktion oder chronische Stressbelastung. Das Ziel ist eine Verlängerung der gesunden Lebensspanne („healthspan“), nicht allein der statistischen Lebensjahre.
Im Rahmen unserer funktionellmedizinischen Longevity-Programme erfassen wir individuelle Risiko- und Schutzfaktoren sehr differenziert: von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselparametern über Mikronährstoffe, Darmgesundheit und Hormonstatus bis hin zu Schlaf-, Stress- und Bewegungsmustern. Auf dieser Basis entwickeln wir Strategien, die weit über klassische Vorsorgeuntersuchungen hinausgehen – zum Beispiel personalisierte Ernährungs- und Trainingskonzepte, Nährstoff- und Phytotherapie, Optimierung von Schlaf und Regeneration sowie gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der zellulären Energieproduktion. So entsteht ein langfristiger Fahrplan, der Menschen hilft, Leistungsfähigkeit, geistige Klarheit und Lebensfreude bis ins höhere Alter hinein zu bewahren.
Familiengesundheit
Familiengesundheit bedeutet für uns, das große Ganze im Blick zu haben: Kinder, Eltern und häufig auch Großeltern leben in demselben Umfeld, teilen Gewohnheiten, Ernährung, Stressmuster und einen Teil der genetischen Ausstattung. Viele gesundheitliche Themen – von Allergien und Infektanfälligkeit über Gewichtsentwicklung bis hin zu Schlaf- und Stressproblemen – lassen sich deshalb besser verstehen, wenn man die Familie als System betrachtet.
Im funktionellmedizinischen Ansatz verbinden wir individuelle Diagnostik mit dem Blick auf familiäre Muster. Wir analysieren Ernährung, Mikronährstoffstatus, Darmgesundheit, Schlaf- und Bewegungsverhalten, Stressbelastung sowie familiäre Belastungsfaktoren und Ressourcen. Ziel ist es, nicht nur einzelne Symptome bei einzelnen Familienmitgliedern zu behandeln, sondern gemeinsam tragfähige, umsetzbare Veränderungen im Alltag anzustoßen – etwa in der Essensgestaltung, im Umgang mit Bildschirmzeit, in Bewegungs- und Schlafgewohnheiten oder in Stress- und Konfliktsituationen. So wird Prävention konkret und erlebbar, und Familien können gemeinsam eine stabile Basis für Gesundheit und Resilienz aufbauen.
Kindergesundheit
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – ihr Organismus reagiert empfindlicher auf Belastungen und braucht andere Schwerpunkte in Diagnostik und Therapie. Häufige Themen in der Kindergesundheit sind wiederkehrende Infekte, Bauchschmerzen, Hauterkrankungen, Allergien, Unruhe, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten oder Entwicklungsverzögerungen. Aus funktionellmedizinischer Sicht spielen dabei Darmgesundheit, Immunsystem, Nährstoffe, Schlaf, Umweltfaktoren und Stress in der Familie eine zentrale Rolle.
In unserer Praxis legen wir besonderen Wert auf sanfte, kindgerechte Diagnostik und Therapiekonzepte. Wir betrachten Wachstum, Entwicklung, Ernährung, Impf- und Infektgeschichte, Verdauung, Schlafverhalten und Alltag in Kita oder Schule im Zusammenhang. Ergänzende Laboruntersuchungen helfen uns, etwa Mikronährstoffe, Entzündungszeichen, Darmmikrobiom oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten besser einzuordnen. Therapeutisch setzen wir auf praktische, alltagstaugliche Veränderungen in Ernährung und Lebensstil, auf gut verträgliche Nährstoffe und, wo sinnvoll, naturheilkundliche Verfahren – stets in enger Abstimmung mit den Eltern und unter Berücksichtigung bestehender schulmedizinischer Behandlungen. Ziel ist es, die natürlichen Entwicklungskräfte des Kindes zu unterstützen und eine stabile Grundlage für langfristige Gesundheit zu schaffen.
Prävention
Prävention bedeutet für uns mehr als „einmal im Jahr zum Check-up“. Viele chronische Erkrankungen entstehen über Jahre hinweg: Stoffwechsel entgleist langsam, Entzündungen glimmen im Hintergrund, das Immunsystem verliert an Balance und der Körper kompensiert, bis Symptome unübersehbar werden. Funktionelle Prävention setzt deutlich früher an – dort, wo Prozesse noch umkehrbar sind und Lebensstilmedizin besonders wirksam ist.
In unseren präventiven Programmen analysieren wir nicht nur klassische Risikofaktoren, sondern auch funktionelle Parameter: Darm- und Lebergesundheit, Mikronährstoffe, Stress- und Schlafmuster, Hormonachsen, frühe Anzeichen von Insulinresistenz oder stiller Entzündung. Hinzu kommen persönliche Lebensziele, berufliche Belastungen und familiäre Risiken. So entsteht ein individuelles Risikoprofil, aus dem wir konkrete, umsetzbare Schritte ableiten – von Ernährungs- und Bewegungsstrategien über Nährstoffe bis hin zu Stress- und Schlafhygiene. Prävention wird dadurch zu einem aktiven Prozess, in dem Patienten ihre Gesundheit bewusst gestalten, statt nur auf Laborwerte zu reagieren.
Managercheckup
Führungsverantwortung, hohe Taktung, ständige Erreichbarkeit und wenig Regenerationszeit – viele Führungskräfte leben dauerhaft am Limit. Die Folgen zeigen sich häufig zunächst subtil: nachlassende Konzentration, Schlafstörungen, Reizbarkeit, erhöhter Blutdruck, Gewichtszunahme oder wiederkehrende Infekte. Unser funktionellmedizinischer Managercheckup ist darauf ausgerichtet, diese frühen Warnsignale zu erkennen, bevor sie in manifeste, chronische Erkrankungen übergehen.
Das Programm kombiniert eine umfangreiche Anamnese zu Arbeitsalltag, Belastungsprofil, Stress- und Schlafverhalten mit einer erweiterten Labor- und Funktionsdiagnostik. Neben klassischen Parametern betrachten wir insbesondere Stressachsen, Herz-Kreislauf-Risiken, Stoffwechsel- und Entzündungsmarker, Mikronährstoffe, Darmgesundheit sowie kognitive Leistungsfaktoren. Auf Basis dieser Ergebnisse entwickeln wir ein individuelles, realistisch umsetzbares Konzept, das sich in den anspruchsvollen Alltag integrieren lässt – mit maßgeschneiderten Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement und gegebenenfalls Nährstoff- oder Infusionstherapie. Ziel ist es, Leistungsfähigkeit und Entscheidungsstärke zu erhalten, während Gesundheit und Resilienz langfristig geschützt werden.
Leistungssport
Im Leistungssport trennt oft nicht das Talent, sondern die Regenerationsfähigkeit die Guten von den Besten. Funktionelle Sportmedizin betrachtet den Athleten als Gesamtsystem: Muskel- und Herz-Kreislauf-Leistung, Nervensystem, Hormone, Darmgesundheit, Immunsystem und Psyche wirken eng zusammen. Überlastung, unzureichende Regeneration oder versteckte Defizite führen zu Leistungsplateaus, Verletzungsanfälligkeit, Infektneigung und Erschöpfung.
In unserer Praxis erfassen wir zunächst das individuelle Belastungsprofil – inklusive Verletzungshistorie, Ernährung, Schlafverhalten und Stress außerhalb des Sports. Ergänzend analysieren wir relevante Parameter wie Mikronährstoffe, Entzündungsmarker, Hormonachsen, Darmgesundheit und, wenn sinnvoll, spezielle sportmedizinische Kennzahlen. Auf dieser Grundlage optimieren wir Ernährung, Nährstoffversorgung, Regeneration, Schlaf und Belastungssteuerung. So unterstützen wir Athletinnen und Athleten dabei, ihre Leistungsfähigkeit gezielt zu steigern, Verletzungsrisiken zu reduzieren und ihre Karriere langfristig gesund zu gestalten.
Long Covid
Long Covid zeigt, wie komplex das Zusammenspiel von Immunsystem, Gefäßen, Nervensystem, Hormonen und Stoffwechsel ist. Viele Betroffene leiden unter anhaltender Erschöpfung, Luftnot, Herzrasen, Konzentrationsstörungen, Schlafproblemen, Geruchsverlust, Muskelschmerzen oder einer stark verminderten Belastbarkeit – oft bei unauffälligen Standardbefunden. Die Funktionelle Medizin bietet hier einen Rahmen, um die verschiedenen Puzzleteile des Beschwerdebildes systematisch zu erfassen.
In unserer Long-Covid-Sprechstunde beginnen wir mit einer sehr ausführlichen Anamnese zu Verlauf der Akutinfektion, Impfstatus, Vorerkrankungen, Belastung im Alltag, Schlaf, Ernährung und psychischer Situation. Erweiterte Diagnostik hilft uns, unter anderem Entzündungsaktivität, Mikronährstoffstatus, Darmgesundheit, autonome Regulation, Hormonachsen und – falls angezeigt – Gefäß- oder Gerinnungsparameter besser zu beurteilen. Darauf geht ein individueller Therapieplan ein, der je nach Befund Bausteine wie Nährstoff- und Mitochondrientherapie, Darm- und Immunsystemstabilisierung, abgestuftes Belastungstraining, Atem- und Nervensystemregulation sowie unterstützende naturheilkundliche Verfahren umfassen kann. Wichtig ist uns eine realistische, empathische Begleitung über längere Zeit – mit dem Ziel, Schritt für Schritt Leistungsfähigkeit, Alltagskompetenz und Lebensqualität zurückzugewinnen.
Das Team
Für Sie da
Mit Zeit, Erfahrung und einem offenen Blick auf Ihre Gesundheit.

Robert Barring
Arzt / Inhaber

Andrea Calles
Ärztin

Annette Winkelmann
Ärztin

Stefan Nitsche
Arzt

Anja
Praxismanagerin

Ann Christin
MFA

Fatima
MFA

Yvonne
MFA
