Long Covid zeigt, wie komplex das Zusammenspiel von Immunsystem, Gefäßen, Nervensystem, Hormonen und Stoffwechsel ist. Viele Betroffene leiden unter anhaltender Erschöpfung, Luftnot, Herzrasen, Konzentrationsstörungen, Schlafproblemen, Geruchsverlust, Muskelschmerzen oder einer stark verminderten Belastbarkeit – oft bei unauffälligen Standardbefunden. Die Funktionelle Medizin bietet hier einen Rahmen, um die verschiedenen Puzzleteile des Beschwerdebildes systematisch zu erfassen.
In unserer Long-Covid-Sprechstunde beginnen wir mit einer sehr ausführlichen Anamnese zu Verlauf der Akutinfektion, Impfstatus, Vorerkrankungen, Belastung im Alltag, Schlaf, Ernährung und psychischer Situation. Erweiterte Diagnostik hilft uns, unter anderem Entzündungsaktivität, Mikronährstoffstatus, Darmgesundheit, autonome Regulation, Hormonachsen und – falls angezeigt – Gefäß- oder Gerinnungsparameter besser zu beurteilen. Darauf geht ein individueller Therapieplan ein, der je nach Befund Bausteine wie Nährstoff- und Mitochondrientherapie, Darm- und Immunsystemstabilisierung, abgestuftes Belastungstraining, Atem- und Nervensystemregulation sowie unterstützende naturheilkundliche Verfahren umfassen kann. Wichtig ist uns eine realistische, empathische Begleitung über längere Zeit – mit dem Ziel, Schritt für Schritt Leistungsfähigkeit, Alltagskompetenz und Lebensqualität zurückzugewinnen.
am August 17, 2026
